Einführung

Personalausweis, Reisepass, Arbeits- und Führerschein, Visum… und viele weitere Dokumente, für die man ein Passfoto braucht. Wofür ist das Foto, ist es möglich das selbst zu machen und wie – lesen Sie in diesem Artikel.

Anmerkung: alles, was hier geschrieben ist, bezieht sich primär auf Deutschland. In anderen Ländern können die Anforderungen an Passbilder abweichen.

Passfoto biometrisch
Biometrisches Passfoto

Geschichte

Die ersten Fotos in Pässen erschienen zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Damals gab es von Anfang an keine besonderen Anforderungen an sie – das Wichtigste war, dass der Besitzer des Passes darauf abgebildet war. Deswegen waren die Fotos völlig unterschiedlich – sie wurden aus den Gruppenfotos herausgeschnitten, es waren auch Freizeitfotos, in Hüten, Anzügen, mit einer Zigarre und so weiter. In der Zukunft wurden die Anforderungen an die Fotografie strenger, es erschienen unterschiedliche Standards. Zum Beispiel – eine Person sollte halb gedreht zur Kamera oder in „drei Viertel“ sein.

In Gegenwart

Jetzt wird das Passfoto in zwei Arten ausgestellt – biometrisch und nicht. In amtlichen Ausweisdokumenten wie z.B. ein Inland- oder Reisepass wird ein biometrisches Bild des Inhabers verwendet. “Biometrisch” bedeutet, dass das Bild bestimmte Bedingungen erfüllt und auch von einem Computer eindeutig erkannt und identifiziert werden kann.

Für andere Dokumente wie Versicherungskarten, Studentenausweise, Fahrkarten etc. kann auch ein nicht-biometrisches Lichtbild verwendet werden. Hier kann man schon den Kopf drehen, breiter lächeln, einen farbigen Hintergrund verwenden. Aber trotzdem muss das Gesicht erkennbar sein!

Passfoto nicht biometrisch
Nicht biometrisches Passfoto

So wird ein Passfoto erstellt

Allgemeine Anforderungen an die biometrische Fotografie

Es ist ziemlich einfach:

  • Gesicht frontal zur Kamera;
  • neutraler Gesichtsausdruck mit geschlossenem Mund. In den meisten Fällen ist ein leichtes Lächeln erlaubt. Hauptsache, dass das Gesicht nicht verzerrt ist;
  • neutrale Hintergrundfarbe, keine Textur – normalerweise weiß oder hellgrau;
  • gute, gleichmäßige Ausleuchtung des Gesichts, ohne harten Schatten und überbelichteten Bereichen;
  • auf dem Fotopapier ausgedruckt

Zusätzliche Anforderungen

Jedes Land hat seine eigene Anforderungen. In Deutschland sind diese:

  • Hochformat 35×45 mm ohne Rand;
  • Kopfgröße vom Scheitel bis zum Kinn von 32 bis 36 mm;
  • Der Kopf wird in der Mitte des Fotos platziert, und die Augen sollten sich auf einer Höhe von 22 bis 32 mm vom unteren Rand des Abzugs befinden.
Passfoto USA, Visumfoto USA. Fotostudio FotoKarlsruhe
USA Pass-, bzw. Visumfoto

Wie kann man das machen (lassen)?

Es gibt drei “Grund”-Möglichkeiten, ein Passfoto zu erstellen:

  • Selbstständig;
  • In einer Fotobude bzw. einem Fotoautomaten;
  • Bei einem Fotografen.

1. Selbstständig.

Am schwierigsten ist die richtige Beleuchtung zu erschaffen. Eine weiße Wand gegen ein großes Fenster ist der beste Hintergrund. Und wenn es draußen ein heller Tag ohne ins Fenster strahlende Sonne  ist, wäre es am besten. Nehmt jemanden als Gehilfe, oder stellt ihre Kamera bzw. Smartphone auf ein Stativ darauf und drückt den Auslöser. Eventuell solltet ihr mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen machen, bis ein gutes Bild klappt. Danach drückt man das Bild in einer Drogerie oder bei einem Fotokiosk aus. Normalerweise gibt es da eine Möglichkeit einige Verbesserungen vorzunehmen.

Pro:

  • geringe finanzielle Aufwand;
  • ohne fremde Leute;
  • zeitlich unbegrenzt.

Kontra:

  • man muss einen passenden Raum finden;
  • alleine ziemlich unbequem;
  • Selfies von Hand sind meistens wegen des Weitwinkelobjektivs verzerrt;
  • solche Bilder sind ziemlich selten gut genug, und werden von Beamten kaum angenommen.

2. In einer Fotobude.

Die Fotoautomaten sind mit klaren Anweisungen und einem praktischen Bildschirm ausgestattet, auf dem man die Position des Gesichts kontrollieren kann. Es gibt bereits den passenden Hintergrund, und die Beleuchtung auch. Man drückt nur die Taste und voilà – sind die Passfotos erstellt. Bei einigen Geräten kann man sogar mehrmals fotografieren, bis das beste Ergebnis erzielt wird, und erst danach wird es ausgedrückt.

Pro:

  • Preis. Es ist zwar teurer als selbstständig zu machen, muss man aber sich nicht um alles kümmern;
  • ohne Fremde;
  • Kontrolle der Position und des Gesichtsausdrucks auf dem Bildschirm;
  • sofortige Abzüge.

Kontra:

  • die Automaten befinden sich nicht um jede Ecke;
  • oft werden die Automaten von rücksichtslosen Leute benutzt und sehen ekelhaft aus;
  • die sind oft außer Betrieb;
  • Qualitätsreklamationen werden nicht angenommen;
  • Verzerrung der Gesichtsproportionen wegen des Weitwinkelobjektivs.

3. Beim Fotografen

Diese Option ist selbstverständlich die teuerste, aber auch die sicherste. Der Fotograf sagt wie man sich hinsetzen und wohin man schauen soll. Eine schief liegende Kapuze, eine über die Augen fallende Haarsträhne, Kopfhörer – all das sieht das erfahrene Auge des Fotografen. Der Fotograf verwendet professionelles Equipment und kann sofort die richtige Aufnahme machen. In der Regel kann der Fotograf das Foto bearbeiten, ohne die Biometrie des Gesichts zu verändern: einen Pickel oder einen Kratzer entfernen. Auf einem Spezialdrucker drückt der Fotograf in einer bis zwei Minuten ein mattes oder glänzendes Foto mit der richtigen Auflösung aus. Der Fotograf kennt die Anforderungen für Passfoto verschiedener Ländern, und bei ungewöhnlichen und seltenen Dokumenten weiß ein erfahrener Fotograf, wo und wie er die aktuellen Anforderungen findet.

Pro:

  • hohe Qualität;
  • Möglichkeit, einen Aufnahmetermin zu vereinbaren, wie z.B. hier -> Passfoto;
  • Wenn das Foto von Beamten nicht akzeptiert wird, gibt ein guter Fotograf immer entweder das Geld zurück oder korrigiert das Foto.
  • die Möglichkeit Abzüge nachzubestellen oder eine Datei zu erhalten;
  • Menschliche Kommunikation ermöglicht es Ihnen, locker zu werden;
  • die Möglichkeit Feedback in sozialen Netzwerken zu hinterlassen und zu lesen.

Kontra:

  • Preis;
  • es gibt auch nicht gute Fotografen 🙁
  • man soll irgendwohin gehen und mit jemanden reden…

Fazit

Ein Passfoto zu machen ist ziemlich einfach. Wenn man viel Freizeit und Lust hätte, an Kameraeinstellungen herumzuspielen, kann man einfach und gerne ein gutes Passfoto selbst erstellen. Wenn man es schnell und qualitativ braucht, wendet man sich an einen Fotografen seines Vertrauens. Zwischen diesen beiden Extremen liegen viele weitere Möglichkeiten für jeden Geschmack. Ihr habt die Wahl!